7.5x55 Swiss (nicht GP11) Empfehlungen?

  • Ich suche einigermassen gute 7.5x55 Swiss Munition (also GP11, aber mit Boxerzündung). Ziel ist, später selber zu laden, aber ich möchte trotzdem schon eine einigermassen präzise Fabrikmunition. Versucht habe ich bisher Topshot, aber da war ich nicht gerade begeistert davon.


    Ist die Sellier&Bellot 50er Schüttpackung brauchbar? Norma wäre sicher was, aber mehr als 2.- pro Schuss möchte ich eigentlich auch nicht ausgeben, wenn es sich vermeiden lässt.

    Wer das Wort Standard falsch schreibt, kann bei mir Nachhilfeunterricht buchen.

  • P1050545.jpg


    Meinst du die hier? Ich habe die bis jetzt 2-3x im Karabiner benutzt. For 100m auf die Rehscheibe hat's gereicht, die Gruppen habe ich aber nie ausgemessen.


    EDIT: Ich hab gesehen, ich habe noch ein halbes Pack davon da. Falls du willst, kann ich mal ~20 davon und gleich viel GP11 auf 300m verschiessen.

  • GP11 egal ob als FMJ, FMJ-BT, SP, LSP, AP, API oder HE Geschoss macht den Kugelfang nicht kaputt, weil GP11 ist ja schliesslich Ordonnanz.


    Aber 7,62x39 oder .308 als normales FMJ, uuuuh da wäre ich vorsichtig, falls du überhaupt die Scheibe triffst geht bestimmt der Kugelfang kaputt.


    Habt mir so der Gottfried vom 300m-Verein gesagt.



    Back to Topic: wenn du nicht jagen gehst dann nimm die FMJ, ballistisch hast du mit SP nur Nachteile, besonders wenn du weiter als 200m schiesst.

  • Ich kenne mich mit Wiederladen (noch) überhaupt nicht aus, daher verzeiht mir meine Anfänger-Frage:

    Würde es sich grundsätzlich mehr lohnen, teurere Patronen wiederzuladen? Warum?


    Ich glaube, ich habe schon einmal solche Packungen in Benutzung gesehen, ich frage bei Gelegenheit mal nach:

    Büchsenpatronen 7.5x55 HPBT Match 168grs 10.9g (ruag-shop.ch) (Fr. 1.60 pro Patrone)


    Da ich auch Fan von GP11 bin, klinke ich mich hier ein, leider ohne Wesentliches dazu beitragen zu können. Ich bitte um etwas Nachsicht. ;)

  • Würde es sich grundsätzlich mehr lohnen, teurere Patronen wiederzuladen? Warum?

    Man muss halt testen, wie oft man eine Hülse von jeder Patrone wiederladen kann, und dann kann man es ausrechnen. Meine Erfahrung ist, dass die Hülsen von teurerer Mun nicht wesentlich öfter wiedergeladen werden können. Aber es spielen viele Faktoren drein, wie die Hülsengeometrie, die Ladungsstärke, die Wiederladeart (fullsize oder nur Hals), wie deine Waffe die Hülsen behandelt, usw. Pistolenkaliber gerade Hülsen wie z.B. .357 Magnum aus einem Revolver verschossen kann ich ewig wiederladen, aus einem Unterhebelrepetierer dagegen verschleissen die Hülsen schneller. Gürtelhülse z.B. ist auch nicht ideal zum Wiederladen, mehr als so 6-7x ist eher selten bis der Boden abreisst.


    Ich glaube, ich habe schon einmal solche Packungen in Benutzung gesehen, ich frage bei Gelegenheit mal nach:

    Büchsenpatronen 7.5x55 HPBT Match 168grs 10.9g (ruag-shop.ch) (Fr. 1.60 pro Patrone)

    Wäre evtl. was. Geschoss ist zwar leichter als bei original GP11, aber ich würde es wohl sogar mit dem genau gleichen Geschoss wiederladen. Preis ist etwas besser als die schwerere Norma bei Munitionsdepot.

    Wer das Wort Standard falsch schreibt, kann bei mir Nachhilfeunterricht buchen.

  • Unabhängig von der Hülsennutzbarkeit ist es bei teureren Patronen grundsätzlich einfacher zu sparen. Wenn ich 9mm für 20 Rappen kaufen kann und ich sie für 15 Rappen selber lade, spare ich 5 Rappen. Wenn ich Subsonic 300BLK für 1.50.- kaufen aber für 30 Rappen selber laden kann, dann spare ich schon bei einem oder zwei Ladezyklen deutlich mehr. Je teurer die Patrone, desto höher das Sparpotenzial.


    Das kann auch bei gleichen Kalibern so sein... Wenn du bspw. die billigste .223 für 40 Rappen kaufst bzw. dafür lädst, wirst du weniger sparen, als wenn du eine sehr teure Match-Patrone durch (mind. gleichwertige) wiedergeladene ersetzen kannst. Weil Primer und Pulver ist für Match oder Billig-Muni beim Wiederladen meistens das gleiche oder sehr gleich, aber beim Geschoss sparst du bei den teureren Patronen verhältnismässig mehr.

  • Der Punkt ist aber, dass man aus der billigsten .223 Hülse immer noch eine gute Matchpatrone selber laden kann. Aber ja, zum "plinken" auf dem Stand wiederladen rentiert sich eher nicht.

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  • Der Punkt ist aber, dass man aus der billigsten .223 Hülse immer noch eine gute Matchpatrone selber laden kann. Aber ja, zum "plinken" auf dem Stand wiederladen rentiert sich eher nicht.

    Stimmt, korrekterweise hätte ich "Primer, Pulver und Hülse" sagen müssen :) Zumindest für die meisten Kaliber, wenns ja dann wirklich sehr genau werden soll, ist gewisses Hülsenmaterial (bzw. Hersteller) sicher vorzuziehen.


    Edit & Ergänzung: Es kann sich immer noch lohnen, dein maximales Einsparpotential kann halt nicht höher sein, als die Kosten für die billigste "Fertigpatrone", solange du die zusätzliche Präzision nicht umsetzen kannst.

  • Mich erinnert die Kostenersparnis-Diskussion beim Wiederladen an Leute die 50 km fahren um 1.50 billiger Tanken zu können. Investitionsaufwände und enormer Zeitaufwand wird ausgeblendet. Oft verschiesse ich Munition, nur um diese Ladungen zu testen. Ich zähle mich aber auch zu diesen Leuten. Es tut einfach weniger weh, wenn die Kosten nicht so sichtbar sind.


    Umgekehrt kann ich nur jeden unterstützen der wiederlädt, helfe auch gerne mit meinen Wissen weiter. Wer sich als Hobby gerne damit befasst, zählt dann auch nicht das Geld und die aufgewendete Zeit (diese muss aber vorhanden sein!).


    Konkret zur 7.5x55:

    - für Wiederlader kann sich ein Kauf von leeren Hülsen lohnen.

    - verschossenes Hülsenmaterial liegt überall herum, mit etwas Geschick, kriegt man es umsonst

    - PPU Hülsenmaterial ist in der Regel gut, insbesondere für Maximalladungen. Das 174gn Geschoss ist aber katastrophal. Grundsätzlich kaufe ich keine PPU Geschosse mehr: Waren alle Schrott. Es wundert mich, dass MRCL damit zufrieden ist. => statt Munition kaufen, lass dir die verschossenen Hülsen schenken

    - S+B ist im Gegenteil sehr dickwandig, was aber nicht immer ein Vorteil sein muss

    - Haltbarkeit von Hülsen ist zu 90% von Normal-Anwendungen eine theoretische Grösse. Heikel wird es nur bei Maximalladungen, zB bei Zündglocken.

    - Solange GP11 so günstig verfügbar ist bin, ich nicht so motiviert zum Laden. Aber das wird sich wohl irgendwann einmal ändern. Mich stört allerdings das Stahlgeschoss: Für teure Läufe, werde ich wohl selber laden und schonende Kupfermantel verwenden.