Erwerb einer P220/P75

  • Liebe Forum- Gemeinde


    Ich beabsichtige eine P220 beim BüMa zu erwerben. Da die Ersatzteile altersbedingt rar sind, macht es Sinn, ein gutes Exemplar zu suchen. Auf was sollte speziell geachtet werden? Gibt es irgendwelche Stellen, an denen man den Verschleiss besonders gut beurteilen kann (wie bei der P210 die Stelle unter der Griffschale)? Und was wäre etwa ein faires Angebot für die P75?


    Oder macht es mehr Sinn, die P75 von Privaten (günstig) abzukaufen? Bin Mitglied in zwei Pistolenvereinen, konnte mich aber corona-bedingt noch nicht besonders gut einleben. Kaufe die P75 insbesondere deshalb, um im Ordonnanz- Schiessverein Fuss fassen zu können.


    Freue mich bereits jetzt auf eure Antworten. :)

  • Ich kann nur auf den Punkt hinweisen, dass man, insbesondere wenn damit viel geschossen wird, auf die stabile Version zurückgreifen sollte.


    Hinweise bzw. die Merkmale dazu findest du auf swisswaffen.


    Ich komme hier leider nicht auf swisswaffen, sonst würde ich das natürlich direkt verlinken...


    Achja; schau dass ein Ersatzmagazin dabei ist. Die kosten mittlerweile auch eine Menge Geld. Und dann gibt es noch Leute die zwingend Holster und Magazintasche dazu brauchen.

  • 220er oder die P75 kaufe ich nach Optik, wenn zwischen Schlitten und Griffstück die Rails noch nicht den lack komplett runter haben, und der Zustand Armeebedingt noch hübsch anzusehen ist, passt das für mich.

    Beim Lauf schauen ob sich übermässig ''Smileys'' gebildet haben, dann wurde vom Vorgänger nur spährlich gefettet.

    Beim Hammer halt schauen wie stark dort die Eindruckdellen sind.

    Und natürlich in den (ausgebauten) Lauf gucken, die Züge sollten gut erkennbar sein.


    Aber man darf bei einer 220er auch nicht die selbe Qualität einer 210er erwarten.

    Lottern tun die P75 immer etwas, aber zuviel sollte es auch nicht sein.


    In der Regel aber findet man eigentlich stetig ganz gute occ. exemplare.

    Preis ist relativ, was ist fair? Nun bei einem ''okay-gut'' Zustand von Privat zu Privat würde ich bis 300.- vom Händler bis 500.- noch fair finden. Wir haben 2021, die Preise sind realistisch, auch wenn manch einer jetzt sagen würde es sei zu hoch.


    Vielleicht kann ich später noch Vergleichsbilder einer spährlich gepflegten Ex- Armee P75 und einer wenig geschossenen Privaten 220er zeigen.


    Genau... und wie Mc_Cl4ne schon erwähnt hat, lieber 2te Version kaufen. 1te ist eher was für Sammler.

    swisswaffen P75 / 220


    Der Ian hat auch ein interessantes Video zur Entwicklung der P75 / 220

    Die Zeit ist ein großer Lehrer. Das Unglück: Sie tötet ihre Schüler. (Buddha)

  • Ich bin in erster Linie am Thema interessiert, darum klinke ich mich hier ein.


    Auf die Gefahr hin, mich zu blamieren, behaupte ich: Ein wesentlich günstigerer Preis von Privaten kann sich lohnen, wenn der Büchsenmacher des Vertrauens dann einen kontrollierenden Blick darauf wirft. Eventuell kannst Du den Privatverkauf auch über den Büchsenmacher abwickeln?


    Mir persönlich liegt die P220 (Pist. 75) nicht so gut in der Hand wie eine P226 (was wohl am doppelreihigen Magazin mit 15 Schuss liegt). Ich schiesse mit meiner in den 80er-Jahren gefertigten P226 auf dem 25m/50m Schiessstand im örtlichen Schützenverein (inkl. Obli und EFS). Diese ist gemäss Hilfsmittelverzeichnis zugelassen, Kosten: Zwischen Fr. 600.- und Fr. 800.- für Gebrauchte. Durch das Alter und die Be- oder vielleicht auch Ab-Nutzung fühlt es sich für mich "eingespielt" an. Mir reicht das, zumal ich keine Wettkampfambitionen hege. Würde ich das tun, würde ich eine P226 X-FIVE anschaffen. Das ist aber nur mein persönlicher Eindruck, ich bin offen für Kritik! :)

  • 300.- für eine P75 in gutem Zustand wäre schon ein sehr guter Preis meines Erachtens. Mit Holster und Ersatzmagazin habe ich die eigentlich noch nie unter 500.- gesehen (in gutem Zustand).

    Wer das Wort Standard falsch schreibt, kann bei mir Nachhilfeunterricht buchen.

  • Eben wie gesagt, 300.- Privat, 500.- beim Händler.

    Kann natürlich je nach Zustand noch etwas schwanken.


    Playme , man kann immer hinterfragen warum jemand Pistole XY und nicht die YX möchte. ✌

    Faktisch komme ich mit einer neuen 226er auch besser klar als mit den 220er, aaaaber 220er sind halt eine Faszination für sich, da alte Armeewaffen und für den Zweck treffen sie sehr ordentlich mit etwas Übung, und natürlich passt so eine in manch eine Sammlung. 😉

    Auch den Abzug mag ich persönlich sehr und ist, einmal mehr, gerade für eine Armeewaffe, doch erstaundlich gut zum Präzisen schiessen.

    Die Zeit ist ein großer Lehrer. Das Unglück: Sie tötet ihre Schüler. (Buddha)

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    Playme , man kann immer hinterfragen warum jemand Pistole XY und nicht die YX möchte. ✌

    Faktisch komme ich mit einer neuen 226er auch besser klar als mit den 220er, aaaaber 220er sind halt eine Faszination für sich, da alte Armeewaffen und für den Zweck treffen sie sehr ordentlich mit etwas Übung, und natürlich passt so eine in manch eine Sammlung. 😉

    Auch den Abzug mag ich persönlich sehr und ist, einmal mehr, gerade für eine Armeewaffe, doch erstaundlich gut zum Präzisen schiessen.

    Vielen Dank für Deinen Kommentar, easyjones! Ich bin hier, um zu lernen. :)

    Ich habe mir den Vergleich nur erlaubt, weil die P226 vom System (inkl. Abzug?) her ziemlich gleich sein soll wie die P220, bis auf die breitere Bauweise (soweit ich weiss). Ich wollte auch nur eine P75 für den Einstieg im Schützenverein, durch Ausprobieren vor Ort lag mir dann die P226 besser (die alte Variante, ohne Picatinny-Rail). Ich stimme vollends zu, dass die P220 ein besonderes Schätzchen für sich ist. Ich habe meinen Beitrag in bester Absicht verfasst, um vielleicht andere von einem voreiligen Kauf einer P220 zu bewahren, wenn sie (wie ich) mit einer P226 glücklicher würden...


    Für mich selbst habe ich weitere Details zu den Smileys gelernt, vielen Dank (meine P226 zieren davon einige - ein Büchsenmacher sagte mir, das sei eher ein kosmetisches Problem). :thumbup:

  • Hier noch ein zwei Detailaufnahmen im Vergleich 220er Privat (jeweils oben) und P75 Armee.

    Beide in eigentlich sehr ähnlichem, guten, Zustand.

    Die P75 hatte ich schlimmer in Erinnerung 🤣

    Könnte aber auch daran liegen dass ich die mit Sand im System und reichlich altem Automatenfett mit welchem mehr das nichtreinigen überpinselt wurde als zur konservierung der Waffe, übernommen hatte.

    Die Zeit ist ein großer Lehrer. Das Unglück: Sie tötet ihre Schüler. (Buddha)

  • An alle, vielen Dank für die vielen Informationen und das rege Interesse am Thema.


    Playme Grundsätzlich könnte ich mir auch eine P226 vorstellen, doch die sind einerseits sammlungstechnisch wie auch preislich weniger interessant, wie ich finde. Wäre mittelfristig interessiert, eine kleine Sammlung Schweizer Ordonnanzwaffen aufzubauen.


    easyjones Danke fürs Heraussuchen der Bilder! Wieso sind diese "Smileys" ein schlechtes Zeichen? Ist in diesem Fall das Spiel zwischen Schlittenführung und dem Schlitten zu gross?


    swiss-shooter Dafür wäre eine P210 sicherlich besser, diese grössere Investition kann durchaus noch etwas warten. Grundsätzlich habe ich vor Jahren meine ersten Schiesserfahrungen mit einer P220 sammeln dürfen und die Resultate waren ganz ordentlich fürs erste Mal (ist aber weit über 5 Jahre her). Aktuell schiesse ich mit einer P320 M17 statisches Schiessen (im Keller) für mich selbst auf +/- 25m, wie ich gerade Lust habe. Mit der P320 fällt es mir deutlich schwerer, im Vergleich zu dieser müsste die P220 aber einfacher zu schiessen sein, denke ich (Striker fired vs. Hammer fired). Sollte ich mich da täuschen, kann man mich gerne belehren. Für dynamisches Schiessen wäre die P320 dann wieder besser, aber da kam ich bis jetzt noch nicht dazu.

  • Mischu


    Ich wiederhole mich zwar. Aber diese „Smileys“ sind normale Nutzungszeichen der Waffe und reinste Ästhetik.


    Mein Exemplar:



    Das ist Schweizer Qualitätsware, die funktioniert, die muss nicht verhätschelt werden. Meine hat um die 25‘000 Schuss durch bisher, nie eine Funktionsstörung. Immer nur normale „Feldreinigung“ mit Öl und danach Waffenfett.