Auktionshäuser

  • Also sie kriegen total 43% des Kaufpreises (ohne Steuern)? Das ist auch das was ich etwa gehört habe.

    ~900 Artikel à durchschnittlich ~800.- sind 720k (43% ~310k). Finde ich schon recht frech oder verstehe ich da was nicht richtig?

    Die Auktionen sind zwar eine gute Sache aber mit solchen Gebühren verscheucht man halt Verkäufer und Käufer.

    Vielleicht rechnen sie auch so ab, Beispiel:

    Waffe für 1000.- wird verkauft.

    23% davon ist 230-


    Neuer Preis ist dann 1230.-

    20% davon ist 246.-


    Total: 476.-



    Gebühren werden überall verlangt, Banken etc. da wirds ja auch hingenommen...

  • Auktionen sind eine eigene Welt. Live-Auktionen erst recht. Kein Vergleich zu den automatischen Abläufen auf ricardo.ch o.ä., es ist alles viel dynamischer und schneller.

    Preise welche an einer Auktion erzielt werden, sind nicht als allgemeiner Preisindex zu verstehen. Wenn zwei Bieter ein augesprochenen "Habenwill"-Fieber haben wird über dem Schnitt bezahlt. Sind die richtigen Bieter nicht anwesend, läuft Ware gar nicht oder unter dem Schnitt. Wer einmal live mit dabei war, weis allerdings, dass man sehr darauf achten muss nicht in einen Bietrausch zu verfallen. Bieter sind am Auktionstag interessant zu beobachten. Es wird taktiert, getäuscht, geblufft und versucht zu Erfahren wer was kaufen möchte und wo deren Schmerzgrenze liegt. Kann man mit Poker vergleichen.


    Auktionshäuser - nicht nur diejenigen die auf Waffen spezialisiert sind - verlangen vom Käufer ein Aufgeld. Diese Aufgelder bewegen sich von 15-25% der Zuschlagsumme. Also von dem Preis, wo der Hammer fällt. Bei Auszahlung dann an den Einlieferer wird zusätzlich zwischen 15-20% der Zuschlagsumme einbehalten. Diese Werte können variieren und sind grundsätzlich als Einlieferer verhandelbar.

  • Um als Sammler ans Ziel zu kommen, benötgst du mindestens einen der folgenden Parameter:


    - Zeit

    - Geld

    - Kontakte


    Je nachdem wie du aufgestellt bist, führt ein anderer Weg zum Ziel. Auktionshäuser würde ich ausschliesslich in Betracht ziehen, wenn im Rahmen der Autkion dein persönlicher weisser Wal feilgeboten wird oder entsprechendes Disney Money / Freibetrag auf ein bestimmtes Datum hin versenkt werden muss. Für alles andere gibt es ergiebigere Wege.


    Ein weiteres für den Auktionator monetär interessantes und dem Zeitgeist entsprechendes Geschäftsmodell wäre es den Katalog sowie Eintritte und Fotos über die Plattform Onlyfans zugänglich zu machen.


    So bietet sich dem Sammler die Möglichkeit parallel das Angebot sowie den neuesten Gossip aus dem Leben von Mia Khalifa zu sichten.

  • Nur so Funktioniert es nicht.

    Du kannst nicht einfach die 20% vom Verkäufer + die 23% vom Käufer nehmen.

    Das sind zwei Sichtwiesen.

    Der Verkäufer tritt eine Provision an das Haus ab, damit er sein Produkt dort anbieten kann.

    Der Käufer tritt eine Provision an das Haus ab, damit er dort kaufen kann.

    Dazu kommen Steuern und Co.

    Insgesamt nimmt das Haus vielleicht ~ 20% des Kaufpreises ab, die müssen ja auch von was Leben. Der Rest geht mittels Steuern an den Staat.


    Quasi:

    20% vom Verkaufspreis (Verkäufer)

    ~ 3% Provision vom Verkaufspreis (Käufer)

    20% (Hausnummer) Steuer an den Staat

  • Ein weiteres für den Auktionator monetär interessantes und dem Zeitgeist entsprechendes Geschäftsmodell wäre es den Katalog sowie Eintritte und Fotos über die Plattform Onlyfans zugänglich zu machen.


    So bietet sich dem Sammler die Möglichkeit parallel das Angebot sowie den neuesten Gossip aus dem Leben von Mia Khalifa zu sichten.

    Mit dem Risiko, dass dan erwartet wird das die Waffen von leichtgekleideten Damen präsentiert werden

  • Freut mich und interessant, dass unser Geschäftsmodell hier als Thema aufgegriffen wird. :)

    Gerne werfe ich an dieser Stelle ein paar Gedanken aus meiner Sicht ein:
    Ja, ist korrekt, Gebühren fallen auf beiden Seiten an. Gewisse Auktionshäuser berechnen pro Bild, kalkulieren verschiedene Versicherungsprozentsätze je nach Preis, verrechnen die Abholung separat oder verlangen Gebühren für die Dauer von Einliefertelefonaten etc.
    Wir haben uns für die Pauschallösung entschieden. Dadurch ist Werbung, Beschrieb, Fotografie, Versicherung, Rücksprache, Transport etc. inklusive und bei Nichtverkauf fallen garkeine Kosten an. Die Kosten sind also gewinnorientiert.


    "Warum sich die Leute auf das einlassen" wird von Karli gefragt. Das ist eigentlich einfach zu beantworten:
    Man kann den ganzen Prozess "en block" abgeben. (Verantwortung beim Auktionator)
    Man spricht weltweit Publikum an, was als Einzelperson schwierig sein kann. (internationaler Marktwert, grössere Chance auf höheren Preis)
    Die Resultate werden durch den Markt bestimmt, nicht durch einen einzelnen Händler.
    Die Verkaufswerte sind transparent publiziert. Man wird also nicht übers Ohr gehauen sondern erfährt als (evtl unfachkundiger) Einlieferer effektiv, wie die Ware durch den Markt bewertet wird.
    Die ganze Sammlung wird verwertet. Keine Rosinenpickerei, dass man auf Reststücken sitzen bleibt.
    Beurteilung der Echtheit.

    Schlussendlich ist es eine Diskussion wie schon so oft hier im Forum:
    "Wenn man es selbst macht, kommt es einen günstiger."

    Einverstanden, diese Frage stellen wir uns alle im Alltag doch oft: Mache ich es selbst, oder hole ich einen Profi? Schweisse ich die Vergitterung selbst, oder bestelle ich einen Schlosser? Gehe ich zum Velomech, oder bekomme ich das selbst hin? Verteidige ich mich selbst, oder hole ich einen Anwalt? Und egal welches Beispiel wir nehmen: Im Idealfall arbeitet keiner davon gratis... und ansonsten arbeitet er dann vielleicht irgendwann garnicht mehr. Diese Balance muss jeder für sich selbst finden.

    Aber egal ob Ihr Privat, beim Händler des Vertrauens oder an einer Auktion mitbietet: Ich wünsche euch von Herzen, dass Ihr eure Traumstücke finden werdet und möglichst lange Freude daran empfindet. :) Viel Glück Karli!

    aka Büffel aka v/o TicTac aka "I bi chlii, herzig und haudi kabutt" ^^:saint: